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Dokumente: Heldenbriefe


"Der Abenteurer" von Golbarin Gaspier

Ein neuer, alter Heldentyp: Der Abenteurer wurde früher schon mal von offizieller Seite eingeführt. Da er aber nur als Notnagel (wenn man nicht die Anforderungen einer "besseren" Charakterklasse erfüllte) diente, geriet er schnell in Vergessenheit. Wegen fehlender Attraktivität tauchte er dann in späteren Publikationen gar nicht mehr auf.
Ich bin der Meinung, daß ein normaler Abenteurer nicht nur ein Mitläufer in der Heldengruppe sein muß, sondern sogar eine richtige Bereicherung sein kann! Je nach Herkunft sollte sich der Spieler für "seinen" Abenteurer bestimmte Talentmodifikationen ausdenken - nicht nur (aber durchaus auch) die durch offizielle Publikationen bekannten Herkunftsmodifikationen, sondern auch ganz persönliche Anpassungen, die aus ihm einen individuellen Helden machen.

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"Der Ausreisser" von Michael König

Im Schutze der Dunkelheit begibt es sich von Zeit zu Zeit, dass kleine, etwas schwächlich anmutende Gestalten durch die dunklen Gassen der aventurischen Großstädte von einer Straßenecke zur nächsten huschen, immer ängstlich den Kopf zu allen Seiten drehend um im Falle eines Falles sofort zu Tode erstarren zu können. Dieses seltsame Verhalten beobachtet man immer dann, wenn Menschen der späten Stunde den Weg der seltsamen Einzelgänger kreuzen. Doch sobald sie die Stadttore hinter sich gelassen haben zeigt sich ein befreites Grinsen in ihren Gesichtern: "Frei. Endlich frei!"
Im Gegensatz zu den meisten anderen Helden handelt es sich beim Ausreißer nicht um erwachsene, sondern um jugendliche oder gar kindliche Helden. Der typische Ausreisser stammt aus gesellschaftlich geachteten, jedoch niemals adeligen Kreisen, in die er seit seiner Geburt hineingezwängt wird. Da die Eltern nur sehr wenig Zeit für ihre Sprösslinge haben, bezahlen sie oftmals viel Geld, um ihr Kind in ein teures Internat schicken zu können. Doch die standesgemäße Erziehung mit all ihren gesellschaftlichen Zwängen stößt bei den Söhnen und Töchtern nicht immer auf Gegenliebe. Von den Eltern verraten versuchen einige, aus ihrer ungeliebten Umgebung loszukommen und ihr Glück in der großen weiten Welt zu versuchen, welches sie durch ihr respektloses Verhalten jedoch nicht gerade fördern...

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"Der Barbar" von Alexander Klar


Aus den Hochebenden und Wäldern der Trollzacken und der Schwarzen Sichel stammen die Barbaren. Dieses Volk, was dort oben der gar harten Umwelt strotzt, ist so wild und urtümlich wie das Land. Hier überleben nur die Härtesten von ihnen, so dass die wenigen Clans nicht sehr gross sind. Unter denen, die dem harten Klima und der Bedrohung der Natur gewachsen sind, gibt es zwei Rassenunterschiede: Die Waldbarbaren, ein Volk das im Unterholz Schutz sucht und die Bergbarbaren, die auf den höchsten Gebirgen in Höhlen leben.
Die meisten Barbaren, die man in Städten oder in Heldengruppen trifft, haben irgend etwas im Stamm oder in der Sippe angestellt, haben ihren Stamm durch einen Kampf verloren oder wurden von Sklavenhändlern verkauft, da sie einen unglaublich muskulösen Körperbau vorweisen können. Ein Barbar, ist er erst mal in die Heldentruppe integriert, hilft seinen Kameraden wo er kann. Trotzdem besteht die Gefahr, dass man ihn nur als Kämpfer und nicht als Denker betrachtet, was völlig falsch interpretiert wäre, da er äusserst gern mit anderen kommuniziert und sich für anderer Leute Probleme interessiert und sehr neugierig ist.

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"Der Bogenschütze" von Markus Penz


Bei jedem auch noch so kleinen Scharmützel spielen nicht alleine die Krieger, kämpfend in vorderster Front, die entscheidende Rolle. Bogenschützen oder Armbrustschützen können aus dem Hintergrund agieren oder Gegner zur Strecke bringen, noch ehe dieser zur Gefahr wird. Weil sie in zweiter Reihe kämpfen werden Bogenschützen allerdings oft auch als Kämpfer zweiter Klasse angesehen. Viele Krieger teilen diese Meinung, wobei sich die meisten aber lieber doch gut mit den Schützen stellen, da ihnen schon öfter von den Männern und Frauen mit dem scharfen Auge und der ruhigen Hand das Leben gerettet wurde.
Bogenschützen sind in der Regel weniger eingebildet als ihre schwertschwingenden Kollegen und ihre Treue zu Rondra ist verständlicherweise auch nicht so ausgeprägt. Viele Bogenschützen sehen sogar Firun als ihren persönlichen Schutzgott an. Nicht selten stehen Schützen im Kampf unter extremem Leistungsdruck, da oftmals alle Hoffnungen der Gefährten auf ihnen liegen, wenn ein Kampf schon verloren zu sein scheint. Krieger sagen ihnen meist nach, dass sie nichts zu fürchten brauchen, denn die Hiebe werden ja schon von ihnen pariert oder eingesteckt. Aber gerade in ihrer Rolle muss der Bogenschütze in jedem Gefecht viel riskieren, da er sich bei einem Nahkampf meist nur ungenügend verteidigen kann. Trotzdem sehen viele Leute im Bogenschützen einen Feigling und damit muss er fertigwerden.

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"Das dunkle Volk der Blarenen" von David Riebel


Einst war da ein Volk, so rein wie die Nacht es selbst war, dies lebte in einem fernen Land welches heute wohl nur als das Land der Gülden oder auch Güldenland bezeichnet wurde. Sie waren glücklich dort wo sie waren, die Verschwiegen und Abgelegenheit schütze sie vor jeglichen Zugriff der Menschen die sie jagten und töteten. Eines Tages fing der damalige Anführer einer ihrer Kasten, sein Name war Resthan an sich gegen die alten und ehrwürdigen Regeln und Gesetze ihres Blutgottes Serathon aufzulehnen. Schon bald begann er sein ihm anvertrautes Volk in großen Scharren zu töten, manchmal sogar öffentlich. Er trank das Blut vieler von ihnen in der Nacht mitten am Marktplatz vor den entsetzten Augen seiner Untertanen...
Am untersten Ende stehen einmal die Blarenen, welche früher Menschen waren (Elfen, Zwerge, Echsen und sonstige kommen selten bis gar nicht vor). Diese machen den Großteil der Bevölkerung aus. Doch muss man sagen, dass obwohl sie Zahlenmäßig überlegen sind, sie nicht einmal Ansatzweise so mächtig sind wie die "reinen" Vampire. Dann kommen allerdings in einem ordentlichen Abstand die wahren Blarenen, geborene Vampire die damit von Natur aus über wesentlich mehr Macht verfügen. Diese besetzen nun die normalen Positionen sowie auch die oberen Kremen welche über alle Blarenen bestimmen.

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"Der Fakir" von Alexander Klar


Fakire kommen aus den Tiefen der Khomwüste. Mit etwas Magie und einigen Tricks begeistern sie in Rastullas Reich Schaulustige - natürlich um in erster Linie deren Geldsäcke zu erleichtern. Nicht so häufig sieht man sie in anderen Teilen Aventuriens. Manchen treibt die Abenteurerlust in die entferntesten Gebiete, wo großartige Schätze locken, die jeden Fakir begeistern. Dann schließt sich der Fakir gerne Abenteuergruppen an, um diese zu unterhalten und seine Neugier gegenüber anderen Völkern und Rassen zu stillen und um mit seinen Zauberkünsten zu prahlen. Auf anderes Gauklervolk sieht er dabei mit Verachtung runter, mit Scharlatanen will er nichts zu tun haben. Als Weggefährte zeichnet er sich durch Goldgier und Neugier aus, aber auch als loyaler Freund, wenn er seine Mitstreiter länger kennt. Alles würde er allerdings selbst für seine besten Freunde nicht tun, denn er ist eher feige als mutig.

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"Der Meisterdieb" von Gabriel Guzmics


Neben den normalen Dieben die sich nur Phex verpflichtet fühlen und oft nicht einmal diesem, gibt es sogenannte Meisterdiebe, die meist von geheimen Phexorden ausgebildet werden und verschiedene Aufträge für den Orden ausführen müssen. Meisterdiebe stehlen nicht für sich selbst, sie müssen meist einbrechen um einen bestimmten Gegenstand zu stehlen oder eine bestimmte Person zu entführen. Viele dieser Diebe arbeiten ohne jemanden zu töten und oft werden die Spuren derartig verwischt dass alle jemand anderen, bevorzugt irgendeinen "untreuen" Wächter als Täter betrachten.
Der Meisterdieb sagt nicht viel. Er spart sich seine Worte und bestiehlt auch keine Passanten. Wenn er stiehlt dann nur um der Gerechtigkeit oder des Geldes willen, einen unschuldigen wird er nie bestehlen. Dies unterscheidet ihn vom Streuner. Er kennt die Etikette und weiss sich in der Nacht gut zu verstecken. Als Waffe nimmt er meist Keulen, einen Degen oder einen Dolch. Oft hat er auch einen Bogen dabei, manchmal eine Armbrust. Kein Meisterdieb käme auf die Idee im Feldharnisch umherzureiten, einen Zweihänder oder ein Schild zu tragen.

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"Der Maraskanische Freischärler" von Holger Grimm


Die Maraskaner sind ein Mischvolk, das lange Zeit schon unter der Regierung des Mittelreiches steht. Über diese ganze Zeit hinweg hat es immer wieder Aufständische gegeben, die für die Wiedererlangung der Unabhängigkeit kämpfen. Doch der typische Freischärler ist kein friedfertiger Stadtmensch, sondern ein fanatischer Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit, während sich sein Gerechtigkeitssinn nicht gerade mit dem der "mittelreichischen Imperialisten" deckt. Für ihn zählt in seinem Kampf kein schnödes Gold, sondern Ehre und Loyalität, wobei Ehre hier mit fairem Zweikampf nichts zu tun hat, sondern mit bedingungslosem Patriotismus.
Ein Freischärler kann für eine Heldengruppe ein sehr nützliches Mitglied sein, sofern seine Kameraden nicht gerade zur imperialistischen Schicht gehören, also keine Krieger oder ähnliches sind. Er macht nämlich keine Unterschiede zwischen Kriegern und Soldaten der Besatzungstruppen. Ihnen gegenüber wird sich ein Freischärler weder loyal noch friedlich verhalten und ständige Reibereien können unter Umständen zu handfesten Auseinandersetzungen führen, deren Ausgang nicht abzusehen ist.

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"Die Maraskanischen Krieger: Samurai und Ronin" von Mike Kerpers


Die Samurai sind Lehnsmänner des Maraskanischen Adels. Sie folgen einer uralten Maraskanischen Philosophie, dem Bushido, "Dem Weg des Kriegers": absolute Gefühlskontrolle, Loyalität und bedingungslose Pflichterfüllung, ehrenhaftes Verhalten / Benehmen, die ständige Bereitschaft zum Tod. Viele Lehnsherren (Daimyos) wurden von Meuchelmördern heimgesucht, worauf ihre Samurai zu Ronin wurden. Herrenlos und nach der alten Gesellschaftsordnung vogelfrei, zogen sich diese, denen der Freitod (Sepukku) verwehrt war, in die Berge zurück.
So gibt es heute zwei Formen des Maraskanischen Kriegers, den loyalen Ronin, der weiter für die Freiheit der Insel und die ehre seines verstorbenen Herrn kämpft und den Samurai, der seinem Lehnsherren dient, auch wenn dieser sich dem Feind anschloss. Wer einen Maraskanischen Krieger spielen will, muss einen Ronin spielen. Als Samurai aus seiner Gesellschaft auszusteigen ist nicht möglich, ohne Mönch bzw. Geweihter zu werden. Ronin verdienen sich als Söldner, Piraten und Wegelagerer. Da die beiden letzteren eher Anti-Helden darstellen und stark an ihre jeweilige Umgebung gebunden sind, muss der Spieler eine Art Söldnerkarriere einschlagen.

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"Der Pechvogel" von Achim Meyer


Komische Geschichten passieren Pechvögeln immer wieder, so dass sich einige Götter, erschrocken über die Taten ihres Kindes, darüber aufregen und sie eines Tages anfangen, die Tollpatsche in ihren Fähigkeiten zu bestärken. Doch das Pech wird immer bleiben!
Der Tollpatsch weiß, dass er sehr viel Pech hat - und gerade deswegen will er keine Verantwortung übernehmen. So ist er ein Mensch, der sein Leben alleine und in Armut führt, damit ihm ja nichts geschieht, denn tiefer kann man nicht fallen. Er ist erst ein Einzelgänger aber vielleicht gerät er an eine Gruppe, die sich seiner erbahmt (das Pech überträgt sich nicht auf die Begleiter). Die restliche Gestaltung liegt beim Spieler, doch denken sie daran: Der Tollpatsch ist ein ungeschickter Streuner ohne Freunde und Glück.

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"Der Pikenier" von Holger Ruhloff


Bekannt wurden die engasalischen Pikeniere durch das I. Engasalische Pikenier Bataillon, das bereits vor einigen Jahren entsandt wurde, um überall in Aventurien den Gebeutelten und Geknechteten beizustehen. Daß es eigentlich darum ging, einen Haufen Rauf- und Trunkenbolde aus dem Lande zu schaffen, ist weniger bekannt. Doch die Zeiten, in denen ein engasalischer Pikenier ungehobelt und nur auf Vergnügen aus daherkam, sind mittlerweile vorbei. Die Männer und Frauen, die im II. E.P.B. dienen, sind ihrer Heimat Engasal verbunden und bereit, diese im Notfall zu verteidigen.
Als Fremdenpikenier haben Sie die Spezialaufgabe, den Ruhm Engasals zu mehren und überall in Aventurien zu verbreiten. Allein dies dürfte ausreichender Grund sein, sich einer Gruppe Abenteurer anzuschließen. Zudem ist der typische Fremdenpikenier immer gern an einem Nebenverdienst interessiert.

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"Der Seesöldner" von Christian Hübner


Der Seesöldner ist ein Soldat einer Armee der auf einem Schiff dient, um bei Kampfeinsetzen mitzuwirken. Er war vielleicht einmal ein normaler Soldat, oder nur Söldling der Landarmee, aber hat sich dann entschieden auf Seefahrt zu gehen, entweder als Soldat oder als Söldner. Der Seesöldner kommt immer dann zu Einsatz, wenn man einmal ein anderes Schiff entern möchte oder ein Landziel, wie etwa ein Piratennest, angreifen möchte. Es gibt verschiedene Varianten von Seesöldnern - die hier vorgestelle, ist ein Soldat des Mittelreiches auf See.
Ein Seesöldner kann natürlich nicht für immer im aktiven Dienst bleiben, besonders da für die nicht adligen oder geförderten auch keine Aufstiegsmöglichkeiten in den Offiziersgrad nach Weibel vorhanden sind. Also machen sich viele auf, um aus der Armee auszutreten und manche locken andere Gefilde, ferne Länder, kurz das Abenteuer. Also ehemaliger Soldat einer rauhen Einheit, sollte der Seesöldner etwas diziplinierter als sein Land Gegenstück auftreten. Er hat schon Erfahrungen gesammelt, und ist deswegen in vielen Sitationen etwas ruhiger als andere Charaktere, doch auch ihn reizt der Kampf und das Gold, und wegen dem Glauben des Mittelreichs an Rondra, Praios und zur See auch an Efferd besitzt er ein wenig Ehrgefühl und wird sich hüten Bauern zu plündern, wohl aber nicht scheuen einem besiegten Gegner das Gold abzunehmen.

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