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Cusimo
Reisender Kaufmann
Reisender Kaufmann


Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Beiträge: 215
Wohnort: Reutlingen

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 15:21 Antworten mit Zitat Back to top

Servus,

Habe mir zwei neue DSA-Werke zugelegt. Das eine ist Teil eins einer fünfteiligen Serie, eine Novelle von Anton Weste: \"Land ohne Gesetz\". Habe bisher nur die ersten Seiten gelesen, aber die Sprache ist gut. Die Atmosphäre düster und realistisch. Sehr zu empfeheln. Nur zwei Sätze als Beispiel: \"Von den Neuen übersteht nur jeder dritte das erste Gefecht lebendig und ohne Verlust von Arm oder Bein. Die meisten werden direkt vom Rekrutendasein zur Armee der Krüppel und Bettler detachiert.\"

Bei dem anderen Werk handelt es sich um das Roman-Debut von Hennig Mützlitz und Christian Kopp: \"Das Zepter des Horas\". Die Story hörte sich ganz vielversprechend an. Doch leider ist das Buch ein Desaster. Ich habe mir die Arbeit gemacht, es zu rezensieren und obendrein die ersten eineinhalb Seiten des Buches auseinander zu nehmen, um aufzuzeigen, warum es schlecht ist. Aus solchen Beispielen lässt sich bisweilen mehr lernen als aus guten Romanen.


Handwerklicher Totalausfall

Es hätte ein spannendes Buch werden können. Ein Adlerritter, der sich nach den guten alten Zeiten sehnt, einer der genug von Bürokratie und dem Staatswesen hat und wieder hinaus reiten möchte, um Abenteuer für die Götter und die Kaiserin zu bestehen. Das Thema ist natürlich sehr abgegriffen, aber handwerklich gut umgesetzt, kann es ein paar Tage lang für Lesefreude sorgen. Insbesondere, wenn der Autor Tiefgang hineinbringt und der Ritter erkennen muss, dass die alten Zeiten eigentlich vorbei sind. Ein Mann, der dachte als junger Bursche ein Held zu sein, aber eigentlich nur ein Großmaul war und nichts vom Leben wusste. So in der Art vielleicht. Aber es geht eben doch nur, um ein Abenteuer, \"wie es sich jeder kleine Junge erträumte\".

Da fängt das Problem an. Das Buch scheint aus der Durchschnittsfantasie einer Rollenspieler-Runde entstanden zu sein – vor allem die Dialoge. Literarisches oder belletristisches Schreiben verlangt jedoch mehr. Leider entbehrt der Roman jeder handwerklichen Grundlage. Der Vorteil: Er kann als Musterbeispiel dafür dienen, wie man es nicht machen darf. Besonders erschreckend ist, dass das Lektorat bei FanPro komplett versagt hat. Das erstaunt umso mehr, da die verantwortliche Maike Hallmann selber ein paar sehr ordentliche Romane geschrieben hat.

Da hier im Gegensatz zu einer Tageszeitung genug Platz ist, möchte ich im Folgenden die erste Seite des Buches besprechen, um konkreter zu zeigen, was mir alles nicht gefällt:

Die erste Seite - eine Demontage

Zitat:
Der Mantel der Nacht hatte sich über die Felder und Auen gelegt. Die dunklen Fluten des Stroms schoben sich still durch ein breites Tal, das von hohen Hügelflanken begrenzt wurde Auf dem Wasser spiegelte sich der Glanz des neugeborenen Madamals, das hin und wieder durch schnell dahintreibende Wolkenbänder verdeckt wurde. Ein kühler Sommerwind rauschte in den Wipfeln der Platanen, die eine Allee entlang des Flussufers bildeten.


- Wenn es Nacht ist, ist es klar, dass der Strom dunkel ist. Hügelflanken sind selbstverständlich hoch und nicht tief. Das ganze Buch strotzt vor komplett überflüssigen Adjektiven. Alles wird totbeschrieben, bis sich nichts mehr regt und der Leser kapituliert. Übrigens: Kühler Sommerwind?

Zitat:
Die Nacht war still. Nur zwei einsame Lichtpunkte waren auf der Straße am Fluss zu sehen. Sie bewegten sich langsam auf ein Anwesen oberhalb des Yaquiers zu. Die Lichter gehörten zu zwei Laternen, die einer zweispännigen Kutsche den Weg leuchteten. Das Gefährt passierte ein hohes Eingangsportal am Ende der Allee, von dem weißer Kies den Hügel hinaus zum Hauptflügel des Anwesens führte.
Der Palazzo mit seiner Fassade aus verspielten Halbsäulen im eslamidischen Stil war vor dem Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes errichtet worden. Trotz der zweieinhalb Jahrhunderte, die seitdem vergangen waren, war das Schloss noch immer in tadellosem Zustand. Einige Fackeln erhellten den Weg zum Eingang des Hauptgebäudes, die Flammen tanzten unstet im Wind. Die Figurinen im aufwendigen Stuckwerk der Fassade entwickelten im Spiel aus Licht und Schatten ein geisterhaftes Eigenleben. Im Schein der Fackeln bildeten die Gebilde aus weißem Mörtel ein schweigsames Publikum, das den nächtlichen Besuch mit schattenschwarzen Augen beobachtete.


- Eslamidischer Stil? Wie sieht der aus? Ich kann mich selbst als DSA-Veteran nicht erinnern. Ansonsten: Flammen tanzen, Fackeln erhellen, das Stuckwerk ist aufwendig, die Schatten führen ein geisterhaftes Eigenleben. Gott ist das langweilig. In Romanen muss etwas passieren. Vom ersten Satz an. Ein Problem der Autoren ist auch, dass sie zu sehr vom Film geprägt zu sein scheinen. Im Kino könnte man mit solchen Bildern vielleicht einsteigen. Es würden auch nur ein paar Sekunden vergehen. Im Roman funktioniert das so nicht.

Zitat:
Der Kutscher brachte das Gespann vor der Eingangstreppe abrupt zum Stehen. Die Pferde schnauften und scharrten unruhig über den Kies. Mit einem geübten Sprung gelangte der Fuhrmann vom Bock auf den Hof, zog ein zusammengefaltetes Trittbrett hervor und öffnete die Tür der vornehmen Karosse.


- Geübter Sprung, hm?

Zitat:
Aus der schwärze der Kabine schälte sich die Gestalt eines großen, kräftig gebauten Mannes. Er trug ein rotes Wams nach neuestem methumischen Schnitt. Ein grünes Barett aus gefütterter Seide bedeckte seinen Kopf und warf einen Schlagschatten, der die rechte Seite des Gesichts nur schemenhaft erkennen ließ. Über den sauber gestutzten Bart ragte eine spitze Nase hinweg. Die edle Kleidung und der selbstsichere Ausdruck in den stahlblauen Augen, mit denen er zur Eingangstür blickte, verliehen ihm eine überaus vornehme Aura.


- Immer muss sich irgendwer irgendwo herausschälen. Kann er nicht einfach aussteigen? Und warum wirft das Barett einen Schatten auf die rechte Seite des Gesichts und nicht auf die linke? Ansonsten die alte Leier: die Nase ist spitz, der Bart nicht nur gestutzt, sondern sauber gestutzt, die Kleidung edel, der Ausdruck selbstsicher, die Augen stahlblau (was auch sonst?) und vornehm ist seine Aura auch noch. Puh. Übrigens: Warum muss ich soviel über einen Charakter erfahren, der kurz später eh sterben wird?

Okay, wie wäre es damit, den ganzen Text zu verkürzen? Ich muss dafür allerdings noch acht weitere Seiten mit einbeziehen, sonst fehlt die nötige Essenz. Vielleicht so: \"Als Don Asteron die Kutsche verließ, ahnte er noch nicht, dass er diesen Palazzo in der horasischen Pampa nicht mehr lebend verlassen würde.\"

Schlussbemerkung

Und da sag noch wer, wir bräuchten keine Creative Writing-Studiengänge in Deutschland. Es reiche, wenn man naturbegabt und talentiert sei. Schreiben könne man nicht lernen. Kein Handwerk nötig, nur Genie. Ich glaube, wir müssen den Geniebegriff sehr gründlich überdenken.
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Scardamalia
Strassenhändler
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Anmeldungsdatum: 05.07.2006
Beiträge: 43
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BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 18:08 Antworten mit Zitat Back to top

Also ich weiß nicht, was du hast, mir gefällt der Stil. Adjektive machen ein Buch plastisch, ich konnte mir sehr gut alles plastisch vorstellen, und das macht für mich einen guten DSA-Roman aus.
DSA-Romane werden nun mal nicht von Beckett oder Joyce geschrieben (naja, die sind auch tot *g*), sondern von Laienautoren. Und dafür ist es doch gut genug.

Ich finde es jedenfalls nicht gerade guten Rezensentenstil, ein Buch nach der Art der verwendeten Wörter auseinander zu klamüsern anstatt auf den Inhalt im Allgemeinen einzugehen.
Eigentlich sollte man erst das Buch lesen, und dann kommentieren. Und von den ersten 1,5 Seiten auf das ganze Buch schließen und nur das Vokabular zu kritisieren spricht auch nicht gerade von Können.
Ich verweise mal hier drauf: http://de.wikipedia.org/wiki/Rezensieren

Mit Gruß von Scardamalia - Literaturwissenschaftlerin (falls du anfangen möchtest, meine Meinung mit Unerfahrenheit abzutun )

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(gelöschter User)
Ritter
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Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1054

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 18:27 Antworten mit Zitat Back to top

Das was du hier ''kritisierst'' finde ich jetzt nicht so schlimm. Mir haben diese ersten Sätze die du zitiert hast eigentlich gefallen.

Zum Thema ''Eslamidischer Stil'' das ist eine offizielle (DSA) Bezeichnung. Lies mal im Index von einer Spielhilfe (Aventurien, Mittelreich oder Tulamiedenlande).

Gruß
Leta
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Torxes von Freigeist
Reisender Kaufmann
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Anmeldungsdatum: 06.07.2008
Beiträge: 147
Wohnort: Wer das kennt, kriegt ein Eis.

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 18:39 Antworten mit Zitat Back to top

Ich kann mich den bisherigen Meinungen nur anschließen.. ich möchte es noch ein wenig krasser formulieren: Du machst dich lächerlich.

Sicher, DSA-Romane sind keine Hochliteratur, aber wer das ernsthaft erwartet, der sollte seine Ansprüche an Unterhaltungsliteratur überdenken. Sie sollen in erster Linie flüssig zu lesen sein, Unterhaltung bieten und einen vielleicht an die Welt von Aventurien heranführen, wenn man sie nicht kennt. Und das tut dieser Stil durchaus, er weckt sogar Neugierde. Insofern finde ich die Ansprüche, die du hier stellst überzogen und selbstherrlich...

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Algorton
Tagelöhner
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Anmeldungsdatum: 15.01.2009
Beiträge: 6
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BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 20:03 Antworten mit Zitat Back to top

Mir hat das Buch, das Zepter des Horas, sehr gut gefallen.

Adjektive sind nun einmal ein Stilmittel. Jeder Autor benutzt diese, einige mehr, andere weniger.

Eslamidischer Stil? Was passt dir denn daran nicht?
Auch in der Realität wird es sicherlich vorkommen, dass dir ein Stil nicht geläufig ist. Und nur wenn dieser eine Ausdruck im DSA Universum bisher vll noch nicht verwendet wurde, dann lass dir sagen:
Es gibt viele Ausdrücke die wohl in Zukunft noch hinzukommen werden, die du noch nicht kennst.

Gegenüber zur Novelle finde ich außerdem klasse, dass das Zepter des Horas um einiges billiger ist.

Wann bekommt man denn einmal von dir ein Werk zu lesen? Mich würde brennend interessieren, ob du es denn besser kannst. Außerdem würde ich gerne mal Werk lesen, dass ohne, bzw. mit möglichst wenig Adjetiven auskommt, die obendrein auch noch nicht mit dem Nomen aufeinander abgestimmt sind...
Beispielweise also helle Nacht, tiefe Hügelflanken und kühler Sommerwind...ach nee... letzteres hast du ja ebenfalls kritisiert... dann eben nur Sommerwind

Aber ein Tipp von mir noch für die Zukunft...

DSA-Romane sind nicht verschweißt. Lies dir das nächste Mal vor dem Kauf die erste Romanseite durch. Offenbar kannst du dadurch bereits abschätzen, ob dir das Werk missfällt.
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(gelöschter User)
Ritter
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Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1054

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 20:47 Antworten mit Zitat Back to top

Eigentlich können wir gegen Panther garnichts sagen.
Er hat es schließlich gelernt

Gruß
Leta amüsiert.
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Cusimo
Reisender Kaufmann
Reisender Kaufmann


Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Beiträge: 215
Wohnort: Reutlingen

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 20:51 Antworten mit Zitat Back to top

Liebe Kritiker des Kritikers,

Nun, ich gestehe ein, dass meine Kritik an dem Roman sehr vernichtend ist und manche mögen es gar als hochmütig empfinden. Von mir aus. Aber der Reihe nach:

@ Scardamalia: Danke, die Regeln des Rezensierens sind mir vertraut. Wenn Du mir nicht glaubst, mögest Du hier nachschauen: http://jansoefjer.twoday.net/ - insbesondere die Kritik zu Wells.

Ich möchte dazusagen, dass es sich bei meinem Text nicht um eine klassisch journalistische Rezension handelt. Soviel Arbeit investiere ich in das Buch nicht. Was ich geschrieben habe ist eine \"Amazon-Rezension\": auf den Punkt gebracht, kompakt, schnell urteilend. Kurz: ein Kampf mit der schmutzigen Faust und nicht mit dem Florett.

Du hast aber Recht, wenn Du sagst, dass man ein Buch eigentlich ganz lesen sollte, um es in seiner Gesamtheit gerecht beurteilen zu können. Wenn ein Buch jedoch schon so mieserabel und bar jeder handwerklichen Kenntnisse beginnt (ja, ich beharre darauf), dann kann man schwerlich erwarten, dass es besser wird. Es wird im Übrigen nicht besser. Ich habe probehalber an mehreren Stelllen des Buches hinein gelesen.

Zu den Adjektiven: Zu viele und vor allem überflüssige blähen einen Text auf. Das ist literarisches und journalistisches Grundwissen. Wohl gesetzte Adjektive sind natürlich wichtig. Das Zepter des Horas wimmelt aber von zahllosen unnützen Adjektiven.

Zum Thema Beckett oder Joyce: Jetzt holst du wirklich die ganz großen Vorurteile raus. Es gibt also nur Hochliteratur, die schwer zu verdauen ist und schlichte Belletristik? Nein! Es gibt sehr sehr gute Fantasy-Autoren. Thomas Finn zum Beispiel, der unter anderem ein paar sehr schöne DSA-Romane geschrieben hat. Der von mir erwähnte Anton Weste macht seine Arbeit ebenfalls ganz ausgezeichnet.

@ Alle: Schaut euch diese beiden Bücher einmal an und vergleicht sie!

@ Leta: Wenn Dir das Buch gefällt, ist es in Ordnung. Ich verkaufe mein Exemplar übrigens gerade bei Amazon für 4,50 Euro. Wenn Du Interesse hast ... (wenn ich es direkt verschicke, betrüge das Porto nur 1,50 Euro)

@ Torxes: Lieber Torxes, Warum mache ich mich lächerlich? Herrscht in unserem Land Meinungsfreiheit oder nicht? Oder ist es hier an diesem Ort nicht erwünscht kritisch über Literatur zu diskutieren? Warum mache ich mich lächerlich? Weil ich mir die Mühe mache, zu zeigen, was mich persönlich an einem Buch mit seinen Formulierungen stört?

Es gibt, so mein Eindruck, viele die an literarischem Schreiben interessiert sind. Die verdammte Fähigkeit fliegt einem aber nicht im Traum zu. Man muss viel dafür tun, sehr lernen. Unter anderem ist es wichtig, über Literatur und über Geschriebenes zu reden. Also. Reden wir! Es reicht nicht, wenn Du, wenn Ihr, sagt, wir finden das Buch toll. Was findet ihr toll? Warum findet ihr es toll? Ich erwarte ein bisschen mehr Hand und Fuß. Nur jemanden diskreditieren zu wollen, weil er eine starke Meinung hat, das ist schwach - und vielleicht sogar selbstherrlich.

@ Algorton: Ich habe das Buch bei Amazon gekauft und konnte nicht hinein schauen.

Zum Eslamidischen Stil: Man kann solche Fachausdrücke natürlich verwenden. Auf jeden Fall sollte man aber einmal vorher erklärt haben, was sie bedeuten. Vielleicht bin ich ja, obwohl ich mich seit zwölf Jahren mit DSA beschäftige, trotz allem zu ungebildet. Aber es gibt mit Sicherheit genügend Leser, uns sei es nur einer, die diesen Ausdruck nicht kennen. Natürlich muss man nicht in jedem DSA-Roman anfangs erklären, wer Rondra ist, aber man sollte es auch nicht mit den Fachausdrücken übertreiben. Auch nicht, wenn man vermeintlich nur für eine Szene schreibt.

Zu meinen Werken: Wenn Du möchtest kannst Du Dir bei Amazon zwei Bücher bestellen, in denen Kurzgeschichten von mir enthalten sind. Einmal \"Dekolleté und Degen\" in \"Unter Aves' Schwingen\" und \"Dunkel glänzt Berlin\" in \"Bitte mit Schuss\". Beide Geschichten sind jedoch, das gestehe ich ein, bestenfalls mittelmäßig. Die DSA-Story habe ich vor ca. fünf Jahren geschrieben. Es war gewissermaßen mein literarischer Anfang. Die Berlin-Story ist ein wenig besser, würde aber auch keine Preise gewinnen.

Ganz in Ordnung finde ich meine letzten beiden Shortstorys bzw. Kürzestgeschichten. Sie sind in voller Länge auf Talentarena zu finden. Hier: http://www.talentarena.de/7an unter Texte. Die eine heißt: \"Der Milchkuss\" und die zweite: \"Der andere Weg\".
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Algorton
Tagelöhner
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Anmeldungsdatum: 15.01.2009
Beiträge: 6
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 21:18 Antworten mit Zitat Back to top

Unter Aves Schwingen hat mir auch sehr gut gefallen. Hut ab!

Aber eigentlich gefallen mir alle neueren DSA Romane sehr gut. Vll bin auch einfach nicht kritisch genug.
Die meiner Meinung nach langweiligsten DSA Romane sind schon etwas älter und stammen aus der Feder einer Autorin, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte.

Habe kürzlich selbst mein erstes Soloabenteuer fertig geschrieben und ich wette wenn du das lesen würdest, würdest wahrscheinlich sogleich erblinden. Dennoch... allein die Zeit und die Ausdauer bzw. Disziplin, die das ganze Schreiben kostet, verdient meines Erachtes Respekt und nicht nur neagtive Kritik.
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Cusimo
Reisender Kaufmann
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Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Beiträge: 215
Wohnort: Reutlingen

BeitragVerfasst am: Mittwoch, 25 Feb, 2009 21:26 Antworten mit Zitat Back to top

Natürlich verdient die reine Mühe, das Überschreiten reiner Leidenschaft hin zu etwas Produktivem Anerkennung. Nicht unbedingt das Werk selbst, aber die Arbeit als solche natürlich. Jeder fängt als Depp an. Niemand weiß das besser als ich selbst.

PS: Das ist zuviel Lob, für eine mittelmäßige Story (in der ich obendrein selber einige der von mir bemängelten Fehler gemacht habe) Aber trotzdem danke.
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Sisal
Strassenhändler
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Anmeldungsdatum: 13.03.2007
Beiträge: 17
Wohnort: L.

BeitragVerfasst am: Montag, 02 März, 2009 11:38 Antworten mit Zitat Back to top

Ich muss Panther zustimmen - im Gegensatz zum allgemeinen Tenor.

Die Zitate, die er gibt, sind Beispiele für gründliche, klischeehafte Beschreibungen, die zwar alles sehr gut vorstellbar, aber nicht wirklich atmosphärisch und deswegen auch wenig einprägsam gestalten. Bei mir ruft das nur ein Gefühl der Irritation hervor, weil ich an jedem Satz hängenbleibe und mich frage \"warum wird das jetzt geschrieben - bedeutet es irgendetwas?\", denn es ist so banal, dass für mich nicht sofort eine Stimmung aufkommt oder mich irgendetwas fesselt. Leider lese ich zur Zeit fast nur englische Literatur; in einem späteren Edit kann ich vielleicht mal ein paar Beispiele für m. M. n. gute Auftakte bringen.

Ich denke, das Problem der Autoren sind ihre Deutschstunden, durch die sie in der Schule durchmussten. Vieles, was man dort lernt, ist nämlich für literarisches Schreiben eher Gift als Hilfe. Zum Beispiel der ständige Zwang, Wortwiederholungen zu vermeiden. Liest man aber in einem Buch in einem Satz \"Ronaldo di Carriban\", im nächsten \"der blonde Hühne\", im nächsten \"der Krieger\" und dann \"der hochgewachsene Mann\"... naja, das Ergebnis könnt ihr euch vorstellen.

Für mich sehen die Zitate nach sehr guten Deutschschülern aus. Der Stil ist präzise, überdeutlich und etwas zu konform mit der Sprachnorm. Wenn mir jemand sagt, dass ein Gebäude mit Fackeln beleuchtet ist und es Nacht ist, braucht man mir nicht mehr zu sagen, dass das Licht schwach und flackernd ist; interessanter wäre es schon, wenn es (gruselige Atmosphäre) so still wäre, dass man die Fackeln... knistern hört. Aber mein Beispiel ist leider nicht so gut. Ich selbst kann von mir auch in keiner Weise behaupten, die zitierten Autoren in irgendeiner Weise zu übertreffen, und so, wie es aussieht, haben sie es solide genug gemacht, dass das Buch veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch von vielen DSA-Fans gemocht, wenn auch nicht als literarisches Wunderwerk gehandelt wird.

_________________
Ohne Ziel ist jeder Weg der richtige.
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